Heute werden wir endlich wissen wer der neue Weltmeister wird. Spanien oder vielleicht doch Holland !? Egal wer es von den beiden Ländern wird, die Welt wird einen waschechten, wahrlich neuen Weltmeister bekommen. Eines der beiden Länder wird in Zukunft seine Spiele mit einem Stern auf der Brust bestreiten. Insofern feiert die Fussballwelt heute eine Premiere. Wird der neue Weltmeister Spanien, so wird es eine neue weitaus andere Premiere geben. Spanien wäre der erste Weltmeister, der keinen Text in seiner Nationalhymne hat.
Doch warum hat die spanische Nationalhymne keinen Text ?
Marcha Real, die spanische Nationalhymne ist eines der ältesten Nationalhymnen Europas. 1761 wurde sie, damals noch als Marcha Grenadara, das erste Mal erwähnt. Ihr Ursprung ist bis heute unbekannt. 1770 hat der damalige König von Spanien, Carlos III., die Marcha Grenadara (ohne Text) zum offiziellen Ehrenmarsch ernannt.
In der nachfolgenden Zeit wurden mehrmals Versuche unternommen, der Nationalhymne einen Text zu unterlegen. So schrieb im Jahr 1868 der General Prim ein Wettbewerb aus um eine komplett neue Hymne mit Text zu bekommen. Jedoch scheiterte sein Versuch. 1928 schrieb Jose Maria Peman im Auftrag des Diktators Primo de Rivera einen Text zu der Hymne, die auch nach dem spanischen Bürgerkrieg noch unter dem Diktator Franco zu der Hymne gesungen wurde. Doch Pemans Text wurde nie offiziell anerkannt. So blieb die spanischen Nationalhymne weiterhin ohne Text. Den letzten Versuch, der Marcha Real einen Text zu unterlegen, startete im Jahr 2007 das Nationale Olynpische Komitee von Spanien. Wieder wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Unter den mehr als 7000 Einsendungen gab es keinen Vorschlag, der die breite Öffentlichkeit begeisterte. Somit scheiterte auch dieser Versuch der spanischen Hymne einen Text zu geben. Und das ist auch gut so !
Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen Nationalhymnen. Ganz im Gegenteil. Melodisch sprechen mich sogar sehr viele Hymnen an. Und auch gegen das Ritual, das vor Länderspielen die Nationalhymnen gespielt werden, habe ich keine Einwände. Eigentlich kenne ich es ja auch nicht anders. Einzig die Texte bereiten mir hin und wieder Probleme und machen die Sache im Zusammenhang mit dem Sport recht widersprüchlich. Auf der einen Seite soll der Sport selbstverständlich friedlich ausgetragen werden und die Völkerverständigung fördern. Wird denn aber nicht auf der anderen Seite grade durch die Nationalhymnen der Nationalismus enorm gefördert ?
Nur die wenigsten Nationalhymnen schlagen in den Texten friedliche Töne ein. Meist feiern die Hymnen (teilweise in Verbindung mit diversen Religionen) das große, stolze Vaterland und der Bürger wird auf einer metaphorischen Art und Weise aufgefordert in den Kampf zu ziehen. So hat beispielsweise der letzte Weltmeister Italien vor den Spielen die Bereitschaft zum Tod erklärt. Vergleischweise ähnlichen Wortlaut kann man auch bei der Hymne Brasiliens, dem Weltmeister 2002, ablesen. Noch direkter wird die Hymne Frankreichs, dem Weltmeister von 1998. Darin wird regelrecht ein Horrorszenario beschrieben. Nämlich das grausame Krieger die eigenen Ehefrauen köpfen und das es allmählich Zeit ist in Reihe und Glied zu stehen und die Waffen bereit zu halten. Und nach solchen Texten soll man, überspitzt gesagt, allen Ernstes einen respektvollen Umgang mit dem sportlichen Gegner erwarten ?
Lieber gar keinen, als solchen Text ! Von daher kann sich Spanien eigentlich glücklich schätzen. Das man für einen sportlichen Erfolg nicht unbedingt stark nationalistisch angehauchte und übertrieben heroische Texte benötigt, hat uns Spanien ja schon einmal bewiesen. Im Sommer 2008 wurde sie ohne Text Europameister. Vielleicht klappt es ja auch mit der Weltmeisterschaft !?
Doch warum hat die spanische Nationalhymne keinen Text ?
Marcha Real, die spanische Nationalhymne ist eines der ältesten Nationalhymnen Europas. 1761 wurde sie, damals noch als Marcha Grenadara, das erste Mal erwähnt. Ihr Ursprung ist bis heute unbekannt. 1770 hat der damalige König von Spanien, Carlos III., die Marcha Grenadara (ohne Text) zum offiziellen Ehrenmarsch ernannt.
In der nachfolgenden Zeit wurden mehrmals Versuche unternommen, der Nationalhymne einen Text zu unterlegen. So schrieb im Jahr 1868 der General Prim ein Wettbewerb aus um eine komplett neue Hymne mit Text zu bekommen. Jedoch scheiterte sein Versuch. 1928 schrieb Jose Maria Peman im Auftrag des Diktators Primo de Rivera einen Text zu der Hymne, die auch nach dem spanischen Bürgerkrieg noch unter dem Diktator Franco zu der Hymne gesungen wurde. Doch Pemans Text wurde nie offiziell anerkannt. So blieb die spanischen Nationalhymne weiterhin ohne Text. Den letzten Versuch, der Marcha Real einen Text zu unterlegen, startete im Jahr 2007 das Nationale Olynpische Komitee von Spanien. Wieder wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Unter den mehr als 7000 Einsendungen gab es keinen Vorschlag, der die breite Öffentlichkeit begeisterte. Somit scheiterte auch dieser Versuch der spanischen Hymne einen Text zu geben. Und das ist auch gut so !
Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen Nationalhymnen. Ganz im Gegenteil. Melodisch sprechen mich sogar sehr viele Hymnen an. Und auch gegen das Ritual, das vor Länderspielen die Nationalhymnen gespielt werden, habe ich keine Einwände. Eigentlich kenne ich es ja auch nicht anders. Einzig die Texte bereiten mir hin und wieder Probleme und machen die Sache im Zusammenhang mit dem Sport recht widersprüchlich. Auf der einen Seite soll der Sport selbstverständlich friedlich ausgetragen werden und die Völkerverständigung fördern. Wird denn aber nicht auf der anderen Seite grade durch die Nationalhymnen der Nationalismus enorm gefördert ?
Nur die wenigsten Nationalhymnen schlagen in den Texten friedliche Töne ein. Meist feiern die Hymnen (teilweise in Verbindung mit diversen Religionen) das große, stolze Vaterland und der Bürger wird auf einer metaphorischen Art und Weise aufgefordert in den Kampf zu ziehen. So hat beispielsweise der letzte Weltmeister Italien vor den Spielen die Bereitschaft zum Tod erklärt. Vergleischweise ähnlichen Wortlaut kann man auch bei der Hymne Brasiliens, dem Weltmeister 2002, ablesen. Noch direkter wird die Hymne Frankreichs, dem Weltmeister von 1998. Darin wird regelrecht ein Horrorszenario beschrieben. Nämlich das grausame Krieger die eigenen Ehefrauen köpfen und das es allmählich Zeit ist in Reihe und Glied zu stehen und die Waffen bereit zu halten. Und nach solchen Texten soll man, überspitzt gesagt, allen Ernstes einen respektvollen Umgang mit dem sportlichen Gegner erwarten ?
Lieber gar keinen, als solchen Text ! Von daher kann sich Spanien eigentlich glücklich schätzen. Das man für einen sportlichen Erfolg nicht unbedingt stark nationalistisch angehauchte und übertrieben heroische Texte benötigt, hat uns Spanien ja schon einmal bewiesen. Im Sommer 2008 wurde sie ohne Text Europameister. Vielleicht klappt es ja auch mit der Weltmeisterschaft !?
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